Die Chemnitzer Prestowerke beschäftigten sich ab 1901 mit dem Bau von Motorfahrzeugen. 1911 baute man ein neues Werk, um eine Fahrrad- und Automobilproduktion nach modernsten Standards zu verwirklichen. In den folgenden Jahren erwarben sich die Presto-Wagen einen ausgezeichneten Leumund in Bezug auf Qualität und Zuverlässigkeit. 1926 erschien mit dem Typ G ein völlig neu konstruiertes Modell, welches über einige innovative Konstruktionsdetails verfügte. So verfügte der Motor über Pleuel aus Leichtmetall und dieMotor-/ Getriebeaufhängung war ganz anders ausgeführt, als es seinerzeit üblich war. Jedoch erwiess sich gerade diese Aufhängung als zu schwach, häufige Brüche waren die Folge. Trotz umfangreicher Nachbesserungen hatte der Ruf der Presto Automobile nachhaltig gelitten. Diese Schwierigkeiten und der Beginn der Weltwirtschaftskrise führten 1928 zur Übernahme der Prestowerke durch die Nationale Automobilgesellschaft, kurz NAG.

Restaurierung

Wie viele große PKW der 1920’er Jahre wurde auch dieser Presto einst von einer luxuriösen Pullmann-Limousine zum Kleinlastwagen umgebaut. Obwohl diese Fahrzeuge selten geschont wurden, war dieser Wagen in noch recht ordentlichem Zustand. Ziel der Instandsetzung war es, den Zustand nach dem Umbau so authentisch als möglich wiederzuspiegeln. Die komplette Technik wurde überholt, die fehlende Pritsche nachgefertigt und die Optik des gesamten Fahrzeuges zeitgenössisch aufgearbeitet.

Fahrzeugdaten

 Hersteller  Presto
 Modell  G 12-55
 Baujahr  1927
 Leistung in PS 55
Besonderheiten Umbau zum LKW mit Pritsche